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     13.12.2017 | 25. Kislev 5778 

Jüdisches Lehrhaus

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Jüdische Gemeinde Wiesbaden

Friedrichstraße 31–33
65185 Wiesbaden

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Fax: 0611–93 33 03 19
E-Mail: Lehrhaus@jg-wi.de

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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde des Jüdischen Lehrhauses,

Maimonides (Moschè Ben Maimon; geboren zwischen 1135 und 1138 in Córdoba – gestorben am 13.12.1204 in Kairo) war einer der großen Gelehrten im Judentum. Er sagte: „Der weise Mensch – sein Nutzen für die Gesellschaft ist dienlicher als der des Königs.“ Gemeint hat Maimonides, dass die Stellung eines Menschen in der Gesellschaft nicht von der Macht, die eine Person besitzt, sondern von seiner Bildung abhängt.

Nun ist nicht bekannt, wen Maimonides in diese Kategorie hinein rechnete: Die Religionsgelehrten, die Akademiker oder alle? Er glaubte offensichtlich, dass der günstigere Einfluss auf die Gesellschaft von den Gebildeten und nicht von den Regierenden ausgeübt wird.

Wir jedenfalls meinen, dass das Ergebnis von Lehren und Lernen in erster Linie von lebendigen Interaktionen zwischen allen erwachsenen Teilnehmern, ungeachtet des Bildungsstands, begleitet wird.

Wir freuen uns, auch Sie im Rahmen unserer Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.

Dr. Jacob Gut­mark
Dez­er­nent für Kul­tur der Jüdis­chen Gemeinde Wiesbaden

Steve Lan­dau
Leiter des Jüdis­chen Lehrhauses

Geschichte (Kurzfassung)

Franz Rosenzweig (geb. 1886, in Kassel — gest. 1929 in Frankfurt am Main) eröffnete 1920 in Frankfurt das „Freie Jüdische Lehrhaus“. Auf der Agenda der unter der Beteiligung Martin Bubers, wie auch später z. B. Erich Fromms, gegründeten Stätte der Erwachsenenbildung, stand der Grundsatz:

Das Lehrhaus soll uns lehren, warum und wozu wir sind“.

Traditionelles jüdisches Wissen und handlungsorientierte Wissensvermittlung sollte auch in die nichtjüdische Umgebung hinaus getragen werden.

Diese Begegnung mit der Mehrheitsgesellschaft, soll weder eine Mission noch die Aufgabe der eigenen Identität bedeuten, sondern eine Ich-Du-Beziehung, wie Buber sie bezeichnete, also eine dauerhafte Partnerschaft auf Augenhöhe.

Ein gemeinsames „lebensbegleitendes Lernen“ mit Wechselwirkung, bei dem Tradition und das Moderne aufeinander treffen, sollten einander befruchten.

Das pädagogische Modell von Rosenzweig wurde bis zur Schließung durch das nationalsozialistische Unrechtsregime im Jahr 1938 von dem Religionsphilosophen Martin Buber, dem Psychologen Erich Fromm, dem Pädagogen Ernst Simon und dem Arzt Richard Koch weiter betrieben.




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Anmeldung

Persönlich im Büro der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden,
Dienstag und Donnerstag 9 bis 12 und 15 bis 17 Uhr
oder schriftlich, per Fax, per E-Mail.

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Mit Förderung durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden.

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