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     24.06.2018 | 11. Tammuz 5778 

Jüdisches Lehrhaus

Kontaktdaten

Jüdische Gemeinde Wiesbaden

Friedrichstraße 31–33
65185 Wiesbaden

Telefon: 0611–93 33 030
Fax: 0611–93 33 03 19
E-Mail: Lehrhaus@jg-wi.de

Sie können hier unser aktuelles Programmheft als pdf-Datei herunterladen

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde des Jüdischen Lehrhauses,

eine angemessene Qualifikation durch Lernen ist für die Transparenz menschlicher Interaktionen sinnvoll und kann für das soziale Engagement im Alltag maßgeblich sein.

Mit jüdischen Lerninhalten aus unserer jahrhundertealten Lerntradition und Lernerfahrung bieten wir auch in diesem Semester für den Quereinsteiger ein Lehrspektrum von alten bis modernen Themen aus erster Hand.

Die hier angebotenen jüdischen Inhalte können – in bescheidenem Rahmen – zu gewissen „Aha-Erlebnissen“ führen. Wir erheben für uns dabei keinen ganzheitlichen Anspruch.

Erstrebenswert jedoch ist die Herstellung einer Verbindung zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit im Rahmen eines lebenslangen Lernens. Dabei kann jüdisches auf – den Alltag übertragen – wünschenswert nützlich gemacht werden.

Anlässlich des 80. Jahrestages der Zerstörung der Synagogen und der immer noch stattfindenden antisemitischen Vorfälle halten wir es für wichtig, eine Expertin zu Wort kommen zu lassen. Frau Dr. Ann-Christin Wegener referiert im Rathaus der Landeshauptstadt Wiesbaden über ideologische Hintergründe antisemitischer Agitation in den sozialen Netzwerken.

Vor 70 Jahren wurde der Staat Israel gegründet. Der Judaist und Islamwissenschaftler Oliver Glatz referiert aus diesem Anlass über den modernen „Exodus“ der Juden aus Nordafrika und dem Nahen Osten.

Jüdisches Kochen“ mit Anat Kozlov, „Israelische Tänze“ mit Iris Lazimi und „Feldenkrais – Mensch und Methode“ gehören inzwischen zu den festen Workshops bzw. Kursen im Rahmen des Jüdischen Lehrhauses.

Jesaja 9,1–6“ kennen Juden und Christen. Jehoschua Ahrens, Gemeinderabbiner in Darmstadt, wird die unterschiedlichen Interpretationen im Judentum und Christentum schildern.

Einen wichtigen Beitrag zur lokalen Erinnerungskultur stellen der Rundgang durch das Dichterviertel am europäischen Tag der jüdischen Kultur und der Besuch des Friedhofs „Platter Straße“ mit Dorothee Lottmann- Kaeseler dar.

Über Gehalt und Aktualität der Philosophie Ernst Blochs werden wir gemeinsam von Hartmut Boger an zwei Abenden erfahren.

Neben einem Kurs für Anfänger stehen Ihnen drei weitere Leistungsstufen zum Erlernen der hebräischen Sprache mit Nira Scherer zur Verfügung.

Wir freuen uns, Sie im nunmehr elften Semester seit Neugründung des Jüdischen Lehrhauses in Wiesbaden im Rahmen unserer Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.

 

Dr. Jacob Gut­mark
Dez­er­nent für Kul­tur der Jüdis­chen Gemeinde Wiesbaden

Steve Lan­dau
Leiter des Jüdis­chen Lehrhauses

Geschichte (Kurzfassung)

Franz Rosenzweig (geb. 1886, in Kassel — gest. 1929 in Frankfurt am Main) eröffnete 1920 in Frankfurt das „Freie Jüdische Lehrhaus“. Auf der Agenda der unter der Beteiligung Martin Bubers, wie auch später z. B. Erich Fromms, gegründeten Stätte der Erwachsenenbildung, stand der Grundsatz:

Das Lehrhaus soll uns lehren, warum und wozu wir sind“.

Traditionelles jüdisches Wissen und handlungsorientierte Wissensvermittlung sollte auch in die nichtjüdische Umgebung hinaus getragen werden.

Diese Begegnung mit der Mehrheitsgesellschaft, soll weder eine Mission noch die Aufgabe der eigenen Identität bedeuten, sondern eine Ich-Du-Beziehung, wie Buber sie bezeichnete, also eine dauerhafte Partnerschaft auf Augenhöhe.

Ein gemeinsames „lebensbegleitendes Lernen“ mit Wechselwirkung, bei dem Tradition und das Moderne aufeinander treffen, sollten einander befruchten.

Das pädagogische Modell von Rosenzweig wurde bis zur Schließung durch das nationalsozialistische Unrechtsregime im Jahr 1938 von dem Religionsphilosophen Martin Buber, dem Psychologen Erich Fromm, dem Pädagogen Ernst Simon und dem Arzt Richard Koch weiter betrieben.




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Anmeldung

Persönlich im Büro der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden,
Dienstag und Donnerstag 9 bis 12 und 15 bis 17 Uhr
oder schriftlich, per Fax, per E-Mail.

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Einige Veranstaltungen sind für Schüler und Studenten kostenfrei bzw. ermäßigt.

Bankverbindung

Jüdische Gemeinde Wiesbaden

IBAN: DE18 510500150277005658 · SWIFT-BIC: NASSDE55XXX

Mit Förderung durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Kulturamt Wiesbaden