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     23.08.2017 | 1. Elul 5777 

Jüdisches Lehrhaus

Kontaktdaten

Jüdische Gemeinde Wiesbaden

Friedrichstraße 31-33
65185 Wiesbaden

Telefon: 0611-93 33 030
Fax: 0611-93 33 03 19
E-Mail: Lehrhaus@jg-wi.de

Sie können hier unser aktuelles Programmheft als pdf-Datei herunterladen

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde des Jüdischen Lehrhauses,

Neugier ist nichts anderes, als von dem Wunsch und Begehren beherrscht zu sein, in Bereiche einzudringen, etwas Bestimmtes zu lernen bzw. etwas schon lang Erahntes zu erfahren.

Seit neun Semestern machen wir die Erfahrung, dass Teilnehmer sich häufig nach einer Initialerkundung von historischen und religiösen Zusammenhängen des Judentums für weitere Kurse des Lehrhauses interessieren. Also der Antrieb, „hinter die Dinge“ schauen zu wollen, scheint – sobald geweckt – nach Vermehrung an Wissen zu rufen.

Einen wichtigen Beitrag zur lokalen Erinnerungskultur stellen der Rundgang und der Besuch des Friedhofs „Schöne Aussicht“ mit Dorothee Lottmann-Kaeseler dar.

Rabbiner Nachama aus Berlin wird im Rahmen seines Vortrages auf den Satz des bekannten Rabbiners Hillel und das diesjährige Jahresthema der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit „Nun gehe hin und lerne“, auf das Lernen aus jüdischer Sicht eingehen.

Ein weiterer Kenner der hebräischen Schriften ist auch Prof. Daniel Krochmalnik, der über die so genannte Bindung Isaaks referieren wird.

Neben den Workshops „Jüdisches Kochen“ mit Anat Kozlov und „Israelische Tänze“ mit Iris Lazimi freuen wir uns, einen weiteren Kurs anbieten zu können: „Feldenkrais – Mensch und Methode“.

Mit Karoline Röhr, werden Sie vieles über Moshé Feldenkrais erfahren. Den Mann, der 1957 den damals 70-jährigen Premierminister Israels Ben Gurion auf den Kopf stellte.

Anl. des 220. Geburtstags von Heinrich Heine wird Hartmut Boger vom Vorstand der Volkshochschule Wiesbaden über den großen Dichter und Demokraten referieren.

Die Hebräischkurse, geleitet von Nira Scherer und in verschiedenen Leistungsstufen angeboten, sind dieses Mal um einen Konversationsclub ergänzt.

Den eintägigen Kurs zum Thema Juden unter dem Halbmond widmen wir dieses Mal den Juden in Bosnien-Herzegowina mit dem Judaisten und Islamwissenschaftler Oliver Glatz.

Wir freuen uns, Sie im Rahmen unserer Veranstaltungen begrüßen zu dürfen.

Dr. Jacob Gut­mark
Dez­er­nent für Kul­tur der Jüdis­chen Gemeinde Wiesbaden

Steve Lan­dau
Leiter des Jüdis­chen Lehrhauses

Geschichte (Kurzfassung)

Franz Rosenzweig (geb. 1886, in Kassel – gest. 1929 in Frankfurt am Main) eröffnete 1920 in Frankfurt das „Freie Jüdische Lehrhaus“. Auf der Agenda der unter der Beteiligung Martin Bubers, wie auch später z. B. Erich Fromms, gegründeten Stätte der Erwachsenenbildung, stand der Grundsatz:

„Das Lehrhaus soll uns lehren, warum und wozu wir sind“.

Traditionelles jüdisches Wissen und handlungsorientierte Wissensvermittlung sollte auch in die nichtjüdische Umgebung hinaus getragen werden.

Diese Begegnung mit der Mehrheitsgesellschaft, soll weder eine Mission noch die Aufgabe der eigenen Identität bedeuten, sondern eine Ich-Du-Beziehung, wie Buber sie bezeichnete, also eine dauerhafte Partnerschaft auf Augenhöhe.

Ein gemeinsames „lebensbegleitendes Lernen“ mit Wechselwirkung, bei dem Tradition und das Moderne aufeinander treffen, sollten einander befruchten.

Das pädagogische Modell von Rosenzweig wurde bis zur Schließung durch das nationalsozialistische Unrechtsregime im Jahr 1938 von dem Religionsphilosophen Martin Buber, dem Psychologen Erich Fromm, dem Pädagogen Ernst Simon und dem Arzt Richard Koch weiter betrieben.




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Anmeldung

Persönlich im Büro der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden,
Dienstag und Donnerstag 9 bis 12 und 15 bis 17 Uhr
oder schriftlich, per Fax, per E-Mail.

Bankverbindung

Jüdische Gemeinde Wiesbaden

IBAN: DE18 510500150277005658 · SWIFT-BIC: NASSDE55XXX

Mit Förderung durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Kulturamt Wiesbaden