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Ausstellung: “Die Geschichte von La Benevolencija”

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Die Geschichte von La Benevolencija

Auf­takt der Ver­an­stal­tungs­rei­he und Eröff­nung der Aus­stel­lung „Die Geschich­te von La Ben­evo­len­ci­ja“ durch Ober­bür­ger­meis­ter Gert-Uwe Mende.

Diens­tag, 6. Sep­tem­ber, 19 Uhr | Wies­ba­de­ner Rathaus

Der Bür­ger­krieg in Jugo­sla­wi­en jährt sich 2022 zum 30. Mal. Als 1992 der Krieg aus­brach und Sara­je­wo für drei Jah­re bela­gert wur­de, konn­ten die meis­ten Juden flie­hen, ein Kern blieb jedoch in Sara­je­wo zurück.
Eine Grup­pe von Sho­ah-Über­­­le­­ben­­den und ihre Nach­kom­men grün­de­ten die jüdi­sche Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on La Ben­evo­len­ci­ja. Sie eröff­ne­te Apo­the­ken und eine Kli­nik, eine Sup­pen­kü­che und ein Post­amt. La Ben­evo­len­ci­ja orga­ni­sier­te Essens­lie­fe­run­gen sowie Ret­tungs­kon­vois – mit finan­zi­el­ler Hil­fe vom Ame­ri­can Jewish Joint Dis­tri­bu­ti­on Com­mit­tee und dem Ver­ein Ben­evo­len­ci­ja Deutschland.
Die Aus­stel­lung „Über­le­ben in Sara­je­wo – wie bos­ni­sche Juden, Mus­li­me, Ser­ben und Kroa­ten wäh­rend des Bos­ni­en­kriegs 1992–1995 zusam­men­ar­bei­ten“ zeigt, wie La Ben­evo­len­ci­ja gemein­sam mit ihren nicht­jü­di­schen Nach­barn wäh­rend des Kriegs den Ein­woh­nern Sara­je­wos gehol­fen hat.
Die Aus­stel­lung wur­de von Cen­tro­pa – Zen­trum zur Erfor­schung und Doku­men­ta­ti­on jüdi­schen Lebens in Ost- und Mit­tel­eu­ro­pa erstellt.

(Bild: Josef Abinun bringt sei­ne Kof­fer in die Syn­ago­ge von Sara­je­wo, bevor der Ret­tungs­kon­voi im Febru­ar 1994 das Kriegs­ge­biet verlässt.)

(Bild: Die 94-jäh­­ri­­ge Sho­ah-Über­­­le­­ben­­de Don­ka Niko­lic erhält im Novem­ber 1993 eine Sprit­ze von Miki, einer ser­bi­schen Kran­ken­schwes­ter, die für La Beneveo­len­ci­ja arbeitet.)

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