Jüdi­sches Lehrhaus

Edith Auerbach, Contre l´Oubli – Gegen das Vergessen

Aus­stel­lung

Eröff­nung am Sonn­tag, 5. Sep­tem­ber, 12 Uhr
– Euro­päi­scher Tag der jüdischen Kultur –

Ort: Wörth­stra­ße 5, Wiesbaden

Die Aus­stel­lungs­er­öff­nung ist kostenfrei
Tele­fon: 0611 30 81 763
Ver­an­stal­ter und Info: www.frauenmuseum-wiesbaden.de

(Bild: Edith Auer­bach, Anfang der 30er Jah­re; © Samm­lung M. B. Levit)

Auf einem Floh­markt in Paris ent­deck­te ein nie­der­län­di­scher Kunst­händ­ler das Werk einer fast ver­ges­se­nen, deutsch-jüdi­­schen Künst­le­rin, das der Edith Auer­bach (1899–1994). 1926 hat­te sie Deutsch­land mit Ziel Paris ver­las­sen und war regel­mä­ßi­ge Besu­che­rin der berühm­ten Künstler*innencafés in Mont­par­nas­se, wo sie ihre Skiz­zen­bü­cher mit Por­träts von Nach­wuchs­ta­len­ten und bekann­ten Men­schen füllte.

Ihre Ent­wick­lung als Künst­le­rin wur­de jäh durch den auf­kom­men­den Natio­nal­so­zia­lis­mus unterbrochen.

Ihre Ver­su­che, die fran­zö­si­sche Staats­bür­ger­schaft zu erhal­ten, schlu­gen fehl, „weil ich eine Frau bin“ resü­mier­te sie. Kurz vor der deut­schen Inva­si­on in Frank­reich wur­de sie im Lager Gurs in der Nähe der Pyre­nä­en inter­niert. Sie konn­te nach vie­len Stra­pa­zen flie­hen und tauch­te unter.

Edith Auer­bach über­leb­te den Krieg und hielt die Schre­cken der Sho­ah nach der Befrei­ung in einer Rei­he ergrei­fen­der Gemäl­de fest, die sie Cont­re l’Ou­bli nann­te.

Die Aus­stel­lung zeigt meh­re­re Wer­ke aus die­ser Serie, neben hun­dert­fünf­zig Por­trät­zeich­nun­gen aus den 1920er und 1930er Jah­ren und ent­stand dank der Zusam­men­ar­beit mit dem Muse­um Bel­vé­dè­re und Pau­li­ne Bro­eke­ma. Ganz beson­de­rer Dank gilt den Leih­ge­bern M.B. Levit, Dr. Bru­no Che­ni­que und Ber­ry Peereboom.

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