Jüdi­sches Lehrhaus

Juden unter dem Halbmond — Die Damaskusaffäre

Vor­trag


Sonn­tag, 17. Okto­ber, 11 Uhr mit Mit­tags­im­biss. Ende ca. 15 Uhr.

Ort: Jüdi­sche Gemein­de Wies­ba­den oder online

12 € inkl. Imbiss | Anmel­dung tele­fo­nisch unter 0611 933 30 30 oder per Mail unter Anga­be der Adres­se und Telefonnummer
Schüler*innen und Stu­die­ren­de: 4 €

(Bild: Moritz Dani­el Oppen­heim: Jüdischer Gefan­ge­ner in der Damas­kus­af­fä­re / Gemäl­de 1851)

Am 5. Febru­ar 1840 ver­schwan­den ein Mönch und sein mus­li­mi­scher Bediens­te­ter in Damas­kus. Die Chris­ten mach­ten die Juden für deren Ver­schwin­den ver­ant­wort­lich und bezich­tig­ten sie des Mor­des. Es war eines der ers­ten Male, dass die aus dem christ­li­chen Mit­tel­al­ter berüch­tig­te Ritu­al­mord­be­schul­di­gung in einem mus­li­mi­schen Land geäu­ßert wurde.

Wäh­rend wir lachen und ver­ges­sen, fängt man an, im Mor­gen­lan­de sich sehr betrüb­sam des alten Aber­glau­bens zu erin­nern“, kom­men­tier­te Hein­rich Hei­ne die soge­nann­te Damaskusaffäre.

Medi­en in aller Welt ver­folg­ten das Ereig­nis und sei­ne poli­ti­schen Aus­wir­kun­gen. Damit tra­ten die „Juden unter dem Halb­mond“ erst­mals wirk­lich auch in das Bewusst­sein der deut­schen jüdi­schen Gemein­den des 19. Jahrhunderts.

Gemein­sam mit Oli­ver Glatz, Juda­ist und Islam­wis­sen­schaft­ler und der­zeit Mit­ar­bei­ter am Jüdi­schen Muse­um Ber­lin, wer­den wir unter ande­rem erfah­ren, wie die dadurch los­ge­tre­te­ne Wel­le der Soli­da­ri­tät die jüdi­schen Gemein­schaf­ten in den mus­li­mi­schen Län­dern von Grund auf ver­än­dern sollte.

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