Tar­but

Konzert:
Die Berliner Salons 1780–1806
Lyrik jüdischer Frauen ab 1880

sep

Kon­zert

Die Berliner Salons 1780–1806
Lyrik jüdischer Frauen ab 1880

Musik: Anne-Sophie Bert­rand, Harfe
Text: Ben­ja­min Krämer-Jenster

Mitt­woch, 2. Sep­tem­ber 2026, 19 Uhr
Ein­lass: 18.30 Uhr

Ort: Gro­ßer Fest­saal des Wies­ba­de­ner Rat­hau­ses, Schloß­platz 6

Anmel­dung erfor­der­lich | Begrenz­te Teilnehmendenzahl

In der Fol­ge der deut­schen Auf­klä­rung, ins­be­son­de­re der jüdi­schen Auf­klä­rung und der Fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on, eman­zi­pier­ten sich ab 1780 jun­ge jüdi­sche Frau­en in Ber­lin und grün­de­ten Salons. Zwar waren jüdi­sche Bür­ger recht­lich noch nicht gleich­ge­stellt, es gab aber ers­te Ansät­ze. In die­sen Salons waren alle will­kom­men, die sich mit Lite­ra­tur, Musik, Male­rei, Wis­sen­schaf­ten und Phi­lo­so­phie beschäf­tig­ten. Im Gegen­satz zu den meis­ten von Chris­ten geführ­ten Salons waren die Ein­la­dun­gen in jüdi­sche Häu­ser ohne Vor­be­din­gun­gen. Mit den Wider­stän­den gegen die napo­leo­ni­sche Besat­zung ende­te ab 1806 auch der kul­tu­rel­le Aus­tausch in den Salons.

Ab 1870 erhiel­ten Juden in Deutsch­land die for­ma­le Gleich­stel­lung. Und wie­der waren es jüdi­sche Frau­en, die sich eman­zi­pier­ten, um ihre künst­le­ri­schen Bega­bun­gen in die Öffent­lich­keit zu tra­gen. So auch beson­ders in der Lyrik.

Die in Paris gebo­re­ne Har­fe­nis­tin Anne-Sophie Bert­rand stu­dier­te in Lon­don und Brüs­sel. Sie gewann früh inter­na­tio­na­le Aner­ken­nung durch den Car­diff Inter­na­tio­nal Harp Con­test. Seit dem Jahr 2000 ist sie Solo-Har­­fe­­nis­­tin des hr-Sin­­fo­­nie­or­ches­­ters. Neben ihrer Kon­zert­tä­tig­keit unter­rich­tet sie an der Uni­ver­si­tät für Musik und dar­stel­len­de Kunst Graz sowie an der Aka­de­mie für Ton­kunst Darm­stadt und gibt regel­mä­ßig Meis­ter­kur­se im In- und Aus­land. Im Jahr 2024 erhielt sie den Kul­tur­preis der Ingrid zu Solms Stiftung.

Ben­ja­min Krä­­mer-Jens­­ter wur­de in Frank­furt am Main gebo­ren. Nach einer klas­si­schen Tanz­aus­bil­dung folg­ten ers­te klei­ne Auf­trit­te in Frank­furt, Mainz und Bad Hers­feld. 1982 schloss er eine Schau­spiel­aus­bil­dung an der Fol­k­­wang-Hoch­­­schu­­le in Essen-Wer­­den ab.

Bis 2024 war er am Staats­thea­ter Wies­ba­den engagiert.