Jüdi­sches Lehrhaus

Lesung mit Dmitrij Kapitelman aus seinem Buch „Eine Formalie in Kiew“

Lesung

Lesung mit Dmitrij Kapitelman aus seinem Buch „Eine Formalie in Kiew“

Mitt­woch, 6. Juli 2022, 19.00 Uhr

Ort: Jüdi­sche Gemein­de Wies­ba­den und online über Zoom

Ein­tritt frei | Spen­den sind will­kom­men | Anmel­dung per E‑Mail erforderlich
(Bild: Dmi­trij Kapitelman
© Chris­ti­an Werner)

Eine For­ma­lie in Kiew“ ist die Geschich­te einer Fami­lie, die einst vol­ler Hoff­nung in die Frem­de zog, um ein neu­es Leben zu begin­nen, und am Ende ohne jede Hei­mat dasteht. Erzählt mit dem bit­ter­sü­ßen Humor eines Soh­nes, der sto­isch ver­sucht, Deut­scher zu werden.

Dmi­trij Kapi­tel­man kann bes­ser säch­seln als die Beam­tin, bei der er den deut­schen Pass bean­tragt. Nach 25 Jah­ren als Lands­mann, dem Groß­teil sei­nes Lebens.

Aber der Büro­kra­tie ist kei­ne For­ma­lie zu klein, wenn es um Ein­wan­de­rer geht.

Frau Kun­ze ver­langt eine Apos­til­le aus Kiew. Also reist er in sei­ne Geburts­stadt, mit der ihn nichts mehr ver­bin­det, außer Kindheitserinnerungen.

Schön sind die­se Erin­ne­run­gen, war­ten doch dar­in lie­ben­de, unfehl­ba­re Eltern. Und schwer, denn gegen­wär­tig ist die Fami­lie zerstritten.

Dmi­trij Kapi­tel­man ist 1986 in Kiew gebo­ren und kam im Alter von acht Jah­ren als „Kon­tin­gent­flücht­ling“ mit sei­ner Fami­lie nach Deutsch­land. Er stu­dier­te Poli­tik­wis­sen­schaft und Sozio­lo­gie an der Uni­ver­si­tät Leip­zig und absol­vier­te die Deut­sche Jour­na­lis­ten­schu­le in Mün­chen. Heu­te arbei­tet er als frei­er Journalist.

2016 erschien sein ers­tes, erfolg­rei­ches Buch Das Lächeln mei­nes unsicht­ba­ren Vaters, für das er den Klaus-Mich­a­el Küh­­ne-Preis gewann.

Das Pro­jekt wur­de geför­dert im Rah­men von „Neu­start Kul­tur“ der Beauf­trag­ten der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tur und Medi­en durch den Deut­schen Lite­ra­tur­fonds e.V.

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