Jüdi­sches Lehrhaus

Texte im Überfluss — Erinnerung ist Leben

Schrift­aus­le­gung

Sonn­tag, 14. Novem­ber, 16.30 – 18.30 Uhr
Ort: Jüdi­sche Gemein­de Wies­ba­den
Kos­ten­frei | Anmel­dung erfor­der­lich mit Angabe
des Vor- und Nach­na­mens, Adres­se und Telefonnummer

Erin­nern ist ein zen­tra­les Bestand­teil des Juden­tums. Allein in der hebräi­schen Bibel kommt der Wort­stamm „sachar“ (erin­nern) 169 Mal in ver­schie­de­nen gram­ma­ti­ka­li­schen For­men vor. Infol­ge der Zer­stö­rung des Zwei­ten Tem­pels im Jahr 70 u. Z. hat­te das Juden­tum kei­nen insti­tu­tio­nel­len Rah­men mehr, sodass das Erin­nern seit­dem die Grund­la­ge des täg­li­chen jüdi­schen Lebens bil­det und ein beson­ders wich­ti­ges Merk­mal jüdi­schen Bewusst­seins dar­stellt. Das Erin­nern ist eine Kon­stan­te, die bis heu­te alle reli­giö­sen und gemein­schaft­li­chen Berei­che im Juden­tum durchzieht.

Doch wie kön­nen wir „Erin­nern“ über­haupt defi­nie­ren? Geht es im Juden­tum tat­säch­lich um Glau­bens­über­zeu­gun­gen oder viel­mehr um kon­kre­te all­täg­li­che Hand­lun­gen? Wor­an genau erin­nert man sich im Juden­tum? Wel­che Ver­hal­tens­wei­sen und Hand­lun­gen prä­gen das Erin­nern? Wie konn­te eine kol­lek­ti­ve Iden­ti­tät trotz Dia­spo­ra­si­tua­ti­on über Jahr­hun­der­te auf­recht­erhal­ten wer­den? Wodurch erhal­ten pro­fa­ne Hand­lun­gen eine tran­szen­den­te Dimension?

Refe­rent:

Mark Kras­nov ist Stu­di­en­rat an der Dil­theyschu­le Wies­ba­den, dem, der huma­nis­ti­schen Tra­di­ti­on ver­pflich­te­ten, ältes­ten Gym­na­si­um der Lan­des­haupt­stadt, und unter­rich­tet die Fächer Jüdi­sche Reli­gi­on, Hebrä­isch, Spa­nisch und Infor­ma­tik. Seit der Scho’ah ist er der ers­te (und bis­her ein­zi­ge) Leh­rer für das Fach Jüdi­sche Reli­gi­on im staat­li­chen Schul­dienst des Lan­des Hessen.

Dar­über hin­aus enga­giert sich Mark Kras­nov seit mehr als fünf­zehn Jah­ren ehren­amt­lich in der Jüdi­schen Gemein­de Wies­ba­den und bei der Zen­tral­wohl­fahrts­stel­le der Juden in Deutsch­land e. V. Mark Kras­nov stu­dier­te an der Ruprecht-Karls-Uni­­ver­­­si­­tät Hei­del­berg, der Hoch­schu­le für Jüdi­sche Stu­di­en Hei­del­berg sowie an der Uni­ver­sidad de Bue­nos Aires.

Koope­rie­ren­de: Jüdi­sche Gemein­de Wies­ba­den, Akti­ves Muse­um Spie­gel­gas­se, Gesell­schaft für Chris­t­­lich-Jüdi­­sche Zusam­men­ar­beit, Amt für katho­li­sche Reli­gi­ons­päd­ago­gik Wies­ba­den, Evan­ge­li­sches Deka­nat Wies­ba­den, Katho­li­sche Erwach­se­nen­bil­dung Wies­ba­den, Katho­li­sches Stadt­bü­ro Wies­ba­den, Volks­hoch­schu­le Wiesbaden

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