Jüdisches Lehrhaus

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Vortrag zur spirituellen Bedeutung der hebräischen Sprache
mit Prof. Dr. Julia Bernstein
Donnerstag, 14. Mai, 18.30 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde des Jüdisches Lehrhauses,

nach der Zerstörung des Ersten Tempels im alten Israel bediente man sich nicht mehr der hebräischen Sprache. Sie wurde durch Aramäisch und später durch Griechisch ersetzt. In diesen Sprachen fehlt jedoch die dreifältige Bedeutungsebene, die für die hebräischen Urbuchstaben typisch ist. Deshalb müssen wir, um die Botschaft biblischer Prophezeiung zur Gänze zu verstehen, einige Aspekte des ursprünglichen Zahlensystems im hebräischen Alphabet studieren. Dazu wird dieser Vortrag einen Beitrag leisten.

Das hebräische Alphabet enthielt schon in seiner Urform das gesamte Wissen, das der Mensch jemals erwerben konnte. In ihm ist der Gedanke der Schöpfung, die Quelle des Universums und der erste Schritt hin zur Mannigfaltigkeit enthalten.

Das alte hebräische Volk regelte seine Angelegenheiten, indem es Rangstufen mit Zahlen kennzeichnete. In unserem Körper ist z. B. das Gehirn das wichtigste Organ; deshalb könnten wir ihm die Zahl Eins (1) zuordnen. Für das Herz dürften wir alsdann die Zwei (2) bestimmen. Die Hebräer legten Tabellen an, anhand derer sie darlegten, in welche Kategorien sie Dinge wie Metalle, Früchte und Gemüse, Planeten und sogar unseren Wochenzyklus einreihten: Auf den ersten Tag, Sonntag (die Sonne), folgt der Montag (der Mond). Diese Auffassungen sind eng mit der Geist-Körper-Wesensart des Menschen verknüpft und in die Beschaffenheit der Menschheitsgeschichte eingewoben.

Referentin: Prof. Dr. Julia Bernstein. Professorin für soziale Ungleichheiten und Diskriminierungserfahrungen, Frankfurt University of Applied Sciences.

Zur Teilnahme benötigen Sie ein Smartphone oder Tablet mit installierter ZOOM Cloud Meetings“-App.

Zoom-ID: 834 3901 1788
Passwort: 5780

Wir hoffen, Sie zahlreich virtuell zu begrüßen und verbleiben
mit freundlichen Grüßen

Dr. Jacob Gut­mark
Dez­er­nent für Kul­tur der Jüdis­chen Gemeinde Wiesbaden

Steve Lan­dau
Leiter des Jüdis­chen Lehrhauses

Kontaktdaten

Jüdische Gemeinde Wiesbaden

Friedrichstraße 31–33

65185 Wiesbaden

Telefon: 0611–93 33 030

Fax: 0611–93 33 03 19

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Anmeldung

Persönlich im Büro der Jüdischen Gemeinde Wiesbaden,

Dienstag und Donnerstag 9 bis 12 und 15 bis 17 Uhr

oder schriftlich, per Fax, per E‑Mail.

Einige Veranstaltungen sind für Schüler*innen und Studierende kostenfrei bzw. ermäßigt.

Bankverbindung

Jüdische Gemeinde Wiesbaden

IBAN: DE18 510500150277005658

Nassauische Sparkasse

Mit Förderung durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Kulturamt Wiesbaden

Geschichte (Kurzfassung)

Franz Rosenzweig (geb. 1886, in Kassel — gest. 1929 in Frankfurt am Main) eröffnete 1920 in Frankfurt das „Freie Jüdische Lehrhaus“. Auf der Agenda der unter der Beteiligung Martin Bubers, wie auch später z. B. Erich Fromms, gegründeten Stätte der Erwachsenenbildung, stand der Grundsatz:

Das Lehrhaus soll uns lehren, warum und wozu wir sind“.

Traditionelles jüdisches Wissen und handlungsorientierte Wissensvermittlung sollte auch in die nichtjüdische Umgebung hinaus getragen werden.

Soll weder eine Mission noch die Aufgabe der eigenen Identität bedeuten, sondern eine Ich-Du-Beziehung, wie Buber sie bezeichnete, also eine dauerhafte Partnerschaft auf Augenhöhe.

Ein gemeinsames „lebensbegleitendes Lernen“ mit Wechselwirkung, bei dem Tradition und das Moderne aufeinander treffen, sollten einander befruchten.

Das pädagogische Modell von Rosenzweig wurde bis zur Schließung durch das nationalsozialistische Unrechtsregime im Jahr 1938 von dem Religionsphilosophen Martin Buber, dem Psychologen Erich Fromm, dem Pädagogen Ernst Simon und dem Arzt Richard Koch weiter betrieben.

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