Jüdisches Lehrhaus

Hansjürg Hanff – letzter Rabbiner in Wiesbaden bis zur Schoah

Gestapo Karteikarte von Rabbiner Hanff und seiner Frau — Letzer Eintrag: Abgeschoben nach dem Osten durch Gestapo
(Bild: © Igor Eisenschtat)

Mittwoch, 21. Februar, 19.00 Uhr
Ort: Jüdische Gemeinde Wiesbaden

5 € | Anmeldung erforderlich
Kostenfrei für Schüler und Studenten

Dorothee Lottmann‐Kaeseler referiert über das kurze Leben von Rabbiner Hansjürg Hanff (geboren 1915 in Stettin)

Mit großem Engagement übernahm Hanff Ende März 1940 das Amt des Gemeinderabbiners. Seine Frau Irmgard und er kamen aus Berlin, wo er erst kurz zuvor seine Prüfungen abgelegt hatte. Seine Eltern waren zwar bereits im Februar 1940 von Stettin in das Ghetto Piaski deportiert worden, aber noch hatten die beiden die Hoffnung, dem bereits nach England geflüchteten Bruder folgen zu können. Am 23.Mai 1942 jedoch wurden Irmgard und Hansjürg Hanff mit dem ersten Transport aus Wiesbaden deportiert und vermutlich in Sobibor oder Majdanek ermordet. Da sich heute niemand mehr ihrer erinnern kann, ist es umso wichtiger, die wenigen Briefe und Dokumente auszuwerten, die sich im Archiv des Leo Baeck Instituts befinden.

Menü