Jüdisches Lehrhaus

Grußwort

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde des Jüdischen Lehrhauses,

Wissen erwerben und behalten kann ohne Zögern als krisenfeste „geistige Heimat“ apostrophiert werden. Eine gefestigte, stetig wachsende „geistige Heimat“ kann über Katastrophen und sonstige Irritationen des Lebens hinweghelfen und für alle Menschen lebensbegleitend sowie existenzsichernd sein.

Mittlerweile im 15. Semester des Jüdischen Lehrhauses in Wiesbaden bieten wir wieder Möglichkeiten an, Aspekte der Jüdischen Identität kennenzulernen und sie in verständlicher Weise zu vertiefen. Das steigende Interesse bei den Teilnehmenden lässt unsere Motivation ebenfalls wachsen.

Bei diesem immerwährenden interaktiven Lernen sind keine Schulabschlüsse erforderlich. Es wird hier auch keine spezielle Vorbereitung verlangt. Rabbi Joshua, Sohn des Levi, sagte vor ca. 2.000 Jahren (verfasst in den „Sprüchen der Väter“, 6.3) hierzu: „Wer von seinem Nächsten auch nur ein Kapitel oder einen Lehrsatz oder einen Schriftvers oder selbst nur einen Buchstaben lernt, muss ihm Ehre erweisen[.]“

Aufgrund der aktuellen Lage finden zahlreiche Veranstaltungen bis auf Weiteres digital statt. Sämtliche Vorträge sind kostenfrei. Spenden sind willkommen.

Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn die Besprechungs-ID und das Passwort.

Zur Teilnahme benötigen Sie ein Smartphone oder Tablet mit installierter „ZOOM Cloud Meetings“-App.
Die App ist sowohl im App-Store für iOS als auch bei Google Play für Android erhältlich.

Eine Teilnahme am PC ist natürlich ebenfalls möglich. Geben Sie hierfür in Ihrem Browser www.zoom.us/join ein und folgen Sie der Anleitung.

Sollten Sie Fragen zur Technik haben oder Unterstützung benötigen, helfen wir Ihnen gerne.

Bleiben Sie gesund!

Dr. Jacob Gut­mark
Dez­er­nent für Kul­tur der Jüdis­chen Gemeinde Wiesbaden

Steve Lan­dau
Leiter des Jüdis­chen Lehrhauses

Kontaktdaten

Jüdische Gemeinde Wiesbaden

Friedrichstraße 31–33

65185 Wiesbaden

Telefon: 0611–93 33 030

Fax: 0611–93 33 03 19

E‑Mail schreiben

Bankverbindung

Jüdische Gemeinde Wiesbaden

IBAN: DE18 510500150277005658

Nassauische Sparkasse

Mit Förderung durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Kulturamt Wiesbaden

Geschichte des Jüdischen Lehrhauses (Kurzfassung)

Franz Rosenzweig (geb. 1886 in Kassel – gest. 1929 in Frankfurt am Main) eröffnete 1920 in Frankfurt das „Freie Jüdische Lehrhaus“. Auf der Agenda der unter der Beteiligung Martin Bubers, wie auch später z. B. Erich Fromms, gegründeten Stätte der Erwachsenenbildung stand der Grundsatz: „Das Lehrhaus soll uns lehren, warum und wozu wir sind“.

Traditionelles jüdisches Wissen und handlungsorientierte Wissensvermittlung sollten auch in die nichtjüdische Umgebung hinaus getragen werden.

Diese Begegnung mit der Mehrheitsgesellschaft soll weder eine Mission noch die Aufgabe der eigenen Identität bedeuten, sondern eine Ich-Du-Beziehung, wie Buber sie bezeichnete, also eine dauerhafte Partnerschaft auf Augenhöhe herstellen.

Ein gemeinsames „lebensbegleitendes Lernen“ mit Wechselwirkung, bei dem Tradition und das Moderne aufeinander treffen, sollten einander befruchten.

Das pädagogische Modell von Rosenzweig wurde bis zur Schließung durch die Nationalsozialisten im Jahr 1938 von dem Religionsphilosophen Martin Buber, dem Psychologen Erich Fromm, dem Pädagogen Ernst Simon und dem Arzt Richard Koch weiter betrieben.

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