Tar­but — Zeit für jüdi­sche Kultur

Zeit für jüdische Kultur (Tarbut)

Tarbut — Zeit für jüdische Kultur | 2026

Sehr geehr­te Damen und Herren,
lie­be Freun­din­nen und Freun­de der jüdi­schen Kultur,

Kul­tur ver­bin­det Men­schen, eröff­net neue Per­spek­ti­ven und schafft Räu­me, in denen wir ein­an­der begeg­nen kön­nen. Genau dazu lädt die Ver­an­stal­tungs­rei­he „Tar­but – Zeit für jüdi­sche Kul­tur“ in die­sem Jahr zum 19. Mal ein. Gemein­sam hei­ßen wir Sie herz­lich will­kom­men und ermu­ti­gen Sie, die Viel­falt jüdi­scher Kul­tur in all ihren Facet­ten zu entdecken.

Das dies­jäh­ri­ge Pro­gramm eröff­net mit der Aus­stel­lung „Mut zur Mensch­lich­keit. Gemein­sam gegen Ras­sis­mus und Anti­se­mi­tis­mus“ des Foto­gra­fen Rafa­el Her­lich. Sie setzt bewusst den Auf­takt der Rei­he, denn sie macht deut­lich, wor­um es uns geht: Hal­tung zu zei­gen für Demo­kra­tie, Men­schen­wür­de und ein respekt­vol­les Miteinander.

Eben­so ent­füh­ren wir Sie in die Welt der Lyrik jüdi­scher Frau­en um 1880, zusam­men­ge­stellt von Ben­ja­min Krä­­mer-Jens­­ter und beglei­tet durch die Har­fen­klän­ge von Anne-Sophie Bert­rand. Wir laden Sie außer­dem dazu ein, den his­to­ri­schen jüdi­schen Fried­hof „Schö­ne Aus­sicht“ als bedeu­ten­den Erin­ne­rungs­ort Wies­ba­dens ken­nen­zu­ler­nen und geben im Rah­men unse­res tra­di­tio­nel­len Tages der offe­nen Tür Gele­gen­heit zu per­sön­li­chen Begeg­nun­gen und Gesprä­chen in und mit der Jüdi­schen Gemein­de Wiesbaden.

Unser Film­pro­gramm in Koope­ra­ti­on mit der Cali­ga­ri Film­Büh­ne mit sei­nen ins­ge­samt vier Fil­men erzählt von per­sön­li­chen Schick­sa­len und gro­ßen his­to­ri­schen Zusam­men­hän­gen: von den Fol­gen des Ter­ror­an­griffs vom 7. Okto­ber 2023 und der Sehn­sucht nach Frie­den, von der Kraft poli­ti­schen Humors und der Suche nach Ver­stän­di­gung, von fami­liä­rem Zusam­men­halt und Hoff­nung sowie von den Spu­ren jüdi­scher Geschich­te im marok­ka­ni­schen Marrakesch.

Lite­ra­tur und Musik dür­fen natür­lich auch nicht feh­len: mit Bar­ba­ra Honig­mann ist eine der bedeu­tends­ten deutsch-jüdi­­schen Autorin­nen unse­rer Zeit zu Gast. In ihrem Buch Misch­ka ver­bin­det sie per­sön­li­che Erin­ne­run­gen mit bewe­gen­den Lebens­ge­schich­ten aus der rus­si­schen Dis­si­den­ten­be­we­gung und eröff­net so ein­drucks­vol­le Per­spek­ti­ven auf jüdi­sche Geschich­te und Identität.

Die Kon­zer­te der Ver­an­stal­tungs­rei­he im Kul­tur­fo­rum machen die Viel­falt jüdi­scher Musik­kul­tur hör­bar: Klez­mer, Swing, Chan­son, Tan­go und die Musik Geor­ge Gershwins zei­gen ein­drucks­voll, wie selbst­ver­ständ­lich jüdi­sche Kul­tur seit jeher Ein­flüs­se auf­nimmt, Gren­zen über­schrei­tet und Men­schen ver­bin­det. Sie ist leben­dig, inter­na­tio­nal und zugleich tief in ihrer Tra­di­ti­on verwurzelt.

Unser herz­li­cher Dank gilt allen Koope­ra­ti­ons­part­nern, Künst­le­rin­nen und Künst­lern, Refe­rie­ren­den sowie den zahl­rei­chen enga­gier­ten Men­schen, die die­ses viel­fäl­ti­ge Pro­gramm mög­lich gemacht haben.

Wir laden Sie herz­lich ein, die Ver­an­stal­tun­gen zu besu­chen, neue Ein­drü­cke zu gewin­nen und die Viel­falt jüdi­scher Kul­tur in Wies­ba­den zu erle­ben. Wir wün­schen Ihnen inspi­rie­ren­de Begeg­nun­gen, berei­chern­de Gesprä­che und vie­le bewe­gen­de Momente.

Dr. Jacob Gutmark 
Dezer­nent für Kul­tur der
Jüdi­schen Gemein­de Wiesbaden

Dr. Hen­drik Schmehl
Kul­tur­de­zer­nent der
Lan­des­haupt­stadt Wiesbaden

(Foto: © Ange­li­ka Aschenbach)

 =Tar­but: hebrä­isch für „Kul­tur“