Jüdische Gemeinde Wiesbaden:
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Jüdische Gemeinde Wiesbaden

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auf der Website der Jüdischen Gemeinde in Wiesbaden

Wenn Sie Fra­gen haben, rufen Sie uns an unter der Tele­fon­num­mer 0611–9333030 oder schrei­ben Sie uns eine E‑Mail, vie­len Dank.

Lehrhaus trifft Gemeindehaus“

Begegnungen mit jüdischem Leben

Wie sieht jüdi­sches Leben in Deutsch­land heu­te aus? Was heißt es, als Jüdin und Jude (wie­der) in die­sem Land zu leben? Wel­che Fes­te wer­den gefei­ert, wel­che Bräu­che gepflegt? Mit wel­chem (media­len) Bil­dern, Vor­stel­lun­gen und Vor­ur­tei­len sind Jüdin­nen und Juden kon­fron­tiert? Und wel­che Bedeu­tung haben für sie Staat, Nati­on und Land Israel?
Das Forum TRIANGELIS lädt gemein­sam mit der Jüdi­schen Gemein­de Wies­ba­den in die­sem Jahr ein zu viel­fäl­ti­gen „Begeg­nun­gen mit jüdi­schem Leben“ – im Gemein­de­haus und in der Johan­nes­kir­che in Erbach, in der Syn­ago­ge in Wies­ba­den, bei Vor­trä­gen, Gesprä­chen und Lesun­gen, beim gemein­sam Spa­zier­gang und im Konzert.

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7. Februar, 19.30 Uhr 

Foto: © I. Eisenshtat

Gemein­de­haus Erbach
Ein­bli­cke in jüdi­sches Leben – heu­te und damals

Die Geschich­te der Juden in Deutsch­land wird oft mit der Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus ver­knüpft. Dabei leb­ten Juden nach­weis­lich bereits seit dem 4. Jahr­hun­dert auf dem Gebiet, das heu­te Deutsch­land heißt. Erst­mals urkund­lich erwähnt wer­den Juden in Köln im Jahr 321. Dies ist der ältes­te schrift­li­che Beweis für jüdi­sches Leben nörd­lich der Alpen. Nach der Scho­ah war jüdi­sches Leben in Deutsch­land kaum mehr vor­stell­bar. Den­noch hat es sich in den ver­gan­ge­nen Jah­ren so dyna­misch ent­wi­ckelt wie kaum in einem ande­ren Land in Europa.

Ste­ve Land­au, Geschäfts­füh­rer der Jüdi­schen Gemein­de Wies­ba­den und Lei­ter des jüdi­schen Lehr­hau­ses, wird in sei­nem Vor­trag und den anschlie­ßen­den Gesprä­chen unter ande­rem erläu­tern, wel­che Rol­le der Ers­te Welt­krieg für die Juden spiel­te, was mit den Über­le­ben­den der Scho­ah geschah und wel­che Fol­gen der Zusam­men­bruch der Sowjet­uni­on für die jüdi­schen Gemein­den hier­zu­lan­de hat­te. Um zu ver­ste­hen, wie jüdi­sche Gemein­den in Deutsch­land heu­te orga­ni­siert sind und vor wel­chen aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen sie ste­hen, bedarf es eines detail­lier­ten Blicks in die Geschich­te jüdi­schen Lebens in Deutschland.

7. März, 19:30 Uhr

Foto: © I. Eisenshtat

Syn­ago­ge Wiesbaden
Forum unter­wegs: Jüdi­sche Fes­te und Traditionen

Das Juden­tum ist kei­ne Reli­gi­on wie die ande­ren. War­um das so ist, erklärt Rab­bi­ner Jeho­schua Ahrens in sei­nem Vor­trag zu den Grund­la­gen der jüdi­schen Glau­bens­pra­xis. Anschau­lich wer­den die wich­tigs­ten reli­giö­sen Fun­da­men­te erläu­tert, wie bei­spiels­wei­se wor­an Juden glau­ben, wie sie beten, was kosche­res Essen genau ist und wie man Schab­bat hält. Außer­dem wird der Rab­bi­ner das jüdi­sche Ver­ständ­nis von Zeit und den jüdi­schen Fest­ka­len­der mit sei­nen Bräu­chen und Sym­bo­len vor­stel­len. Natür­lich bleibt auch noch genug Zeit für Fragen.

Die­ser Forum-Abend fin­det in der Syn­ago­ge in Wies­ba­den (Fried­rich­stra­ße 31–33, 65185 Wies­ba­den) statt. Alle Inter­es­sier­ten sind außer­dem am Frei­tag, dem 8. März, um 17.30 Uhr, herz­lich zum Schabbat‑G’ttesdienst in der Syn­ago­ge eingeladen.
Besu­che­rin­nen und Besu­cher bei­der Ver­an­stal­tun­gen wer­den gebe­ten, sich tele­fo­nisch unter 0611 933 30 30 oder per Mail (lehrhaus@jg-wi.de) anzu­mel­den und ihren Per­so­nal­aus­weis mitzubringen.

4. April, 19:30 Uhr

Gemein­de­haus Erbach
Jüdi­sches Leben heu­te in Deutsch­land — Wirk­lich­keit und Konstruktion

Wie nimmt die Öffent­lich­keit jüdi­sches Leben wahr und wie ist ihre Ein­stel­lung gegen­über Juden in Deutsch­land? Wel­che Bil­der zeich­nen media­le Kon­struk­tio­nen von jüdi­schem Leben hier? Was sagen uns die aktu­el­len Unter­su­chun­gen zu Antisemitismus?

Mit Hil­fe aus­ge­wähl­ter Film­aus­schnit­te wird Man­fred Levy, Mit­ar­bei­ter am Päd­ago­gi­schen Zen­trum des Jüdi­schen Muse­ums Frank­furt und des Fritz Bau­er Insti­tuts, die­se Fra­gen anschau­lich erör­tern und mit dem Publi­kum diskutieren.

6. Juni, 19.30 Uhr

Gemein­de­haus Erbach & Spa­zier­gang durch Erbach
Forum unter­wegs:
Jüdi­sche Nach­barn im Rhein­gau – sicht­ba­re Spu­ren und (ver)stumm(t)e Zeugen

Nicht alle Jüdin­nen und Juden befür­wor­ten die Erin­ne­rungs­form der „Stol­per­stei­ne“. Im Rah­men der Stol­­per­stein-Ver­­­le­­gung in Elt­vil­le und sei­nen Stadt­tei­len hat aber ein inten­si­ver Pro­zess der Aus­ein­an­der­set­zung mit dem jüdi­schen Leben im Rhein­gau stattgefunden.
Wer leb­te hier – vor der Schoa – und wel­che schreck­li­chen Aus­wir­kun­gen hat­ten die Depor­ta­ti­on und Ermor­dung so vie­ler Nach­barn und Mit­bür­ger auch hier in unserem
Ort?

Sebas­ti­an Koch, His­to­ri­ker und Erfor­scher der jün­ge­ren (nicht nur) jüdi­schen Geschich­te hier
im Rhein­gau wird die­sen Fra­gen zunächst in einem Vor­trag nach­ge­hen und dann zu einem klei­nen his­to­ri­schen Spa­zier­gang durch Erbach ein­la­den. Ein beweg­tes und bewe­gen­des Forum. 

5. September, 19.30 Uhr

Gemein­de­haus Erbach
„..wenn ihr wollt, ist es kein Mär­chen“ – Staats­wer­dung Isra­els und –wan­del bis heute

Mit dem 19. Jahr­hun­dert, der Ent­ste­hung von Nati­o­­nal-Staa­­ten in Euro­pa und dem auf­kom­men­den Anti­se­mi­tis­mus, ent­stand, nach Jahr­hun­der­ten staat­li­cher Macht­lo­sig­keit, auch die Idee einen jüdi­schen Natio­nal­staat zu schaf­fen. Doch damit stell­te sich die Fra­ge nach der Aus­ge­stal­tung die­ses Staa­tes, nach dem Umgang mit jüdi­scher Tra­di­ti­on und der Ver­ein­bar­keit mit Vor­stel­lun­gen eines moder­nen Staa­tes. In vor­staat­li­cher Zeit und nach der Staats­grün­dung Isra­els flos­sen ganz ver­schie­de­ne ideen­ge­schicht­li­che Strö­mun­gen in die­sen Dis­kurs ein und beein­flus­sen bis heu­te die Dis­kus­sio­nen um das Selbst­ver­ständ­nis Isra­els und die Fra­ge nach sei­ner Zukunft.

Über die­se Kon­flik­te, ihre Geschich­te und die unter­schied­li­chen Hal­tun­gen von Jüdin­nen und Juden zu einem eige­nen israe­li­schen Staat refe­riert und dis­ku­tiert Alfred Witt­stock, bis 2016 Lei­ter der Stu­di­en­stel­le Isra­el am Insti­tut für Poli­tik­wis­sen­schaft der Johan­nes Guten­­­berg-Uni­­ver­­­si­­tät Mainz. Sei­ne beson­de­ren The­­men- und Arbeits­schwer­punk­te sind: Staat und Gesell­schaft Isra­els, die Rol­le von Reli­gi­on im Nah­ost­kon­flikt und Deutsch-Isra­e­­­li­­sche Beziehungen.

3. Oktober, 19.30 Uhr

Gemein­de­haus Erbach
Zeit­ge­nös­si­sche Lite­ra­tur aus Isra­el – ein Gespräch

Es ist nicht nur der Krieg, der den All­tag und den Buch­markt in Isra­el beherrscht. Aha­ron Appel­feld, David Gross­man, Amos Oz, Liz­zie Doron, Mira Magen, Meir Shalev und ande­re bekann­te Autoren erzäh­len von unter­schied­li­chen The­men – vom Gegen­satz und der Koexis­tenz der Kul­tu­ren, von einem oft auch bana­len All­tag in einer Krisenregion.
Oft spie­len die Gescheh­nis­se des Zwei­ten Welt­kriegs eine ent­schei­den­de Rol­le im Leben der Prot­ago­nis­ten der Roma­ne. Aber auch die bru­ta­le Rea­li­tät des All­tags im moder­nen Isra­el kommt hier zum Aus­druck. Aus­schlag­ge­bend sind nicht nur die Bio­gra­fien der Autoren, von denen vie­le schon nach dem Krieg und (teil­wei­se) in Isra­el gebo­ren sind, son­dern die Fik­tio­nen, die sie schaf­fen, um uns an die Rea­li­tät heranzuführen.

Eldad Sto­bez­ki, 1951 in Isra­el gebo­ren, lebt nach einem Lite­ra­tur­stu­di­um in Tel Aviv seit 1979 in Frank­furt am Main. Der Lek­tor, Gut­ach­ter und Über­set­zer gilt als Ken­ner der israe­li­schen Lite­ra­tur­sze­ne und ist Exper­te für Lite­ra­tur, die sich welt­weit mit jüdi­schen The­men aus­ein­an­der­setzt. Er prä­sen­tiert an die­sem Abend eine Aus­wahl zeit­ge­nös­si­scher israe­li­scher Lite­ra­tur, die in den letz­ten zwei Jah­ren in deut­scher Spra­che erschie­nen ist und Isra­el und Deutsch­land verbindet.

7. November, 19.30 Uhr

Gemein­de­haus Erbach
Erin­nern und Geden­ken im Judentum

Erin­ne­rung und Geden­ken sind seit jeher wich­tig im Juden­tum. Das Erin­nern unter­schei­det sich in der jüdi­schen Reli­gi­on aber stark von der christ­li­chen Tra­di­ti­on. Grä­ber und Orte spie­len weni­ger eine Rol­le, dafür aber Namen und das Geden­ken an die Ver­stor­be­nen in der Lit­ur­gie. Die­ser Vor­trag führt in die­ses wich­ti­ge The­ma ein und spannt gleich­zei­tig den Bogen wei­ter. Was bedeu­tet näm­lich Erin­ne­rung nach der Kata­stro­phe der Scho­ah? Gibt es über­haupt noch ein Geden­ken / eine Theo­lo­gie nach Ausch­witz und wel­che Fol­gen hat das für ein jüdisch-chris­t­­li­ches Miteinander?

Rab­bi­ner Jeho­schua Ahrens wird die­sen Fra­gen im Vor­trag und anschlie­ßen­den Gespräch mit dem Publi­kum nachgehen.

28. November, 19.30 Uhr

Johan­nes­kir­che Erbach
Forum musi­ka­lisch – mit dem Rhein­gau­er Streichquartett

Zum Abschluss der Rei­he gas­tiert das „Rhein­gau­er Streich­quar­tett“ in der Erba­cher Johan­nes­kir­che. Es ver­eint vier aus­ge­zeich­ne­te Pro­­­fi-Musi­­ker, die sich der Her­aus­for­de­rung stel­len, die tie­fe­ren Schich­ten der gespiel­ten Musik tra­di­ti­ons­be­wusst und zugleich modern zu inter­pre­tie­ren. Ihre war­men Töne voll Spiel­freu­de, Lei­den­schaft und Emo­tio­nen begeis­tern ihr Publikum.

Das Pro­gramm prä­sen­tiert eine span­nen­de Brei­te von Wer­ken und Melo­dien jüdi­scher Kom­po­nis­ten aus Tra­di­ti­on und Moder­ne: Es erklin­gen Wei­sen aus Jer­ry Bocks Musi­cal Ana­tev­ka, eine Bear­bei­tung von „Por­gy  and Bess“ für Streich­quar­tett, zeit­ge­nös­si­sche Kom­po­si­tio­nen von Yinam Leef und Alek­sey Igu­des­man, aber auch eine Jazz-Kom­­po­­si­­ti­on des Pia­nis­ten Niko­lai Kapustin.

Freu­en Sie sich auf einen span­nen­den und mit­rei­ßen­den Abend mit den Musi­kern Igor Mis­hu­ris­man (Vio­li­ne), Anton Tykhyy (Vio­li­ne), Ana­sta­si­ya Mis­hu­ris­man (Vio­la) und Ema­nue­la Simeo­no­va (Cel­lo).

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