Tar­but

Film: “Schocken – Ein deutsches Leben”

okt

Schocken – Ein deutsches Leben

Mitt­woch, 19. Okto­ber, 20:00 Uhr

Ver­an­stal­tungs­ort:
Cali­ga­ri Film­Büh­ne, Markt­platz 9 (hin­ter der Markt­kir­che), 65183 Wiesbaden

Ein­tritt: 8 €, ermä­ßigt: 7 €, mit Wies­ba­de­ner Film­kunst­kar­te: 6 €

Kar­ten­vor­ver­kauf:
Online: www.wiesbaden.de/caligari
Cali­ga­ri Film­Büh­ne: täg­lich 17.00 – 20.30 Uhr
Tou­rist Infor­ma­ti­on, Markt­platz 1 | Öff­nungs­zei­ten: Mo. – Sa. 10.00 – 18.00 Uhr
Bis Ende Sep­tem­ber: So. 11.00 – 15.00 Uhr

IL/D 2021, 82 Min., FSK: ab 6
Regie: Noemi Schory

Unter­neh­mer, Intel­lek­tu­el­ler, Bücher­mensch, Ver­le­ger, Mäzen, Ästhet – in ihrem Film „Scho­cken – Ein deut­sches Leben“ spürt Noemi Scho­ry dem Leben und Werk einer der visio­närs­ten und kul­tu­rell enga­gier­tes­ten Unter­­neh­­mer-Per­­sön­­li­ch­­kei­­ten des 20. Jahr­hun­derts nach. Der jüdi­sche Unter­neh­mer Sal­man Scho­cken grün­det in Zwi­ckau 1904 eine Kauf­haus­ket­te mit einer bahn­bre­chen­den Geschäfts­idee: Er will den Lebens­stil der „klei­nen Leu­te“ mit moder­nem Design revo­lu­tio­nie­ren – und ver­bin­det moder­nes Manage­ment mit sozia­len Leis­tun­gen für sei­ne Ange­stell­ten. Erich Men­delsohn baut für ihn Gebäu­de in Nürn­berg, Stutt­gart und Chem­nitz. Bald gehö­ren 22 Kauf­häu­ser und 6.000 Mit­ar­bei­ten­de zu Scho­ckens Impe­ri­um. Den wirt­schaft­li­chen Erfolg nutzt Scho­cken, um einer huma­nis­ti­schen Visi­on zu fol­gen, die die Kul­tur in den Mit­tel­punkt der mensch­li­chen Ent­wick­lung stellt – und jüdi­schen Men­schen eine kul­tu­rel­le Hei­mat gibt. Als Auto­di­dakt wird er zum pro­fi­lier­ten Lite­ra­tur­ken­ner und Buch­samm­ler. 1929 grün­det er das „Scho­­cken-Insti­­tut zur Erfor­schung der hebräi­schen Poe­sie“, 1931 in Ber­lin den Scho­cken Ver­lag, in dem u.a. das Werk Franz Kaf­kas erscheint. Als Mäzen för­dert er zahl­rei­che jüdi­sche Schrift­stel­ler und Gelehr­te. Die Nazis ent­rei­ßen ihm erst sei­ne Waren­häu­ser, dann den Ver­lag. Er ent­schei­det sich für Eretz Isra­el, das jüdi­sche Paläs­ti­na, und kauft die libe­ra­le Tages­zei­tung Haa­retz, die heu­te von sei­nem Enkel Amos wei­ter­ge­führt wird.

In Koope­ra­ti­on mit: Kul­tur­amt Wies­ba­den – Cali­ga­ri FilmBühne

(Bild: Eröff­nung des Kauf­hau­ses in Nürnberg)