Jüdi­sches Lehrhaus

Hier ist nicht Europa

Buch­vor­stel­lung und Gespräch

Don­ners­tag, 5. Novem­ber 2026, 18 Uhr
Ort: Jüdi­sche Gemein­de Wiesbaden

Anmel­dung erfor­der­lich | Ein­tritt frei

Hier ist nicht Europa

Wie Isra­el Teil des Nahen Ostens wurde

In der israe­li­schen Öffent­lich­keit meh­ren sich die Stim­men, die kri­tisch hin­ter­fra­gen, ob wir Isra­el wei­ter­hin als west­li­che Exkla­ve im Nahen Osten anse­hen kön­nen, als „Vil­la im Dschun­gel“, wie es der ehe­ma­li­ge israe­li­sche Pre­mier­mi­nis­ter Ehud Barak einst for­mu­lier­te, oder ob wir Isra­el nicht längst als Teil der Regi­on ver­ste­hen soll­ten — einer­seits ein­ge­bun­den durch ein eng­ma­schi­ges Netz an geo­po­li­ti­schen Alli­an­zen, ande­rer­seits beein­flusst von einer zuneh­mend nah­öst­lich gepräg­ten poli­ti­schen Kultur.
Jen­seits der israe­li­schen Tages­po­li­tik greift Prof. Dr. Johan­nes Becke die­se Debat­te auf und fragt dif­fe­ren­ziert nach der kul­tu­rel­len Ver­or­tung der israe­li­schen Gesell­schaft. Er ent­wirft die The­se einer umfas­sen­den kul­­tur- und insti­tu­tio­nen­ge­schicht­li­chen Inte­gra­ti­on Isra­els seit sei­ner Grün­dung in den Raum des Nahen Ostens und Nord­afri­kas. Nicht nur das reli­giö­se Recht, der rie­si­ge Sicher­heits­ap­pa­rat und der Umgang mit eth­ni­schen Min­der­hei­ten ent­spre­chen ver­brei­te­ten Mus­tern der Regi­on, son­dern auch die israe­li­sche Poli­tik, Küche und Musik.

Prof. Dr. Johan­nes Becke zeigt die Licht- und Schat­ten­sei­ten der Inte­gra­ti­on und beschreibt Isra­el erst­mals nicht als west­li­chen, son­dern als nah­öst­li­chen Staat.

Er ist Inha­ber des Ben-Guri­on-Lehr­­stuhls für Isra­el- und Nah­ost­stu­di­en an der Hoch­schu­le für Jüdi­sche Stu­di­en Hei­del­berg. Zu sei­nen For­schungs­schwer­punk­ten zäh­len ver­glei­chen­de Per­spek­ti­ven auf die israe­li­sche Gesell­schaft sowie die ara­­bisch-israe­­li­­schen Beziehungen.

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