Jüdi­sches Lehrhaus

Wer ist fremder, ihr oder ich?“

Vor­trag

Mon­tag, 12. Okto­ber 2026, 18 – 20 Uhr
Ort: Vil­la Schnitz­ler, Bie­bri­cher Allee 42, 65187 Wiesbaden

Kos­ten: 15 € | Kurs: H20136

Anmel­dung und Infos über die Volks­hoch­schu­le Wiesbaden:
06 11 – 98 890, anmeldung@vhs-wiesbaden.de
www.vhs-wiesbaden.de

In Koope­ra­ti­on mit: Volks­hoch­schu­le Wies­ba­den e.V.

Vortrag

Wer ist fremder, ihr oder ich?“

Die Aktualität von Ilse Aichingers Sprachskepsis

Ilse Aichin­ger (1921 – 2016) wuchs als Toch­ter der jüdi­schen Ärz­tin Ber­ta Aichin­ger in Linz und Wien auf. Zum Schutz vor Ver­fol­gung ließ ihre Mut­ter sie und ihre Zwil­lings­schwes­ter katho­lisch tau­fen. Die Ver­wand­ten ihrer Mut­ter wur­den von den Nazi-Deu­t­­schen ermor­det. Sie über­leb­te mit ihrer Mut­ter in Wien, ihre Schwes­ter in Eng­land. Als Schrift­stel­le­rin bekannt wur­de sie 1948 mit dem Roman „Die grö­ße­re Hoff­nung“, der ihren Ruf als eine der gro­ßen Autorin­nen der lite­ra­ri­schen Moder­ne begründete.

Sprach­skep­sis ist das Signum ihrer Lite­ra­tur: „Gegen die sehr häu­fi­ge Mei­nung des ‚So ist es eben‘, die, was sie vor­fin­det, frag­los akzep­tiert. Die Welt ver­langt danach, gekon­tert zu werden.“

Tex­te wer­den zur Ver­fü­gung gestellt, gemein­sam gele­sen und dia­lo­gisch interpretiert.

Lei­tung: Hart­mut Boger, Lehr­be­auf­trag­ter für Lite­ra­tur und Phi­lo­so­phie  bei studieren50plus an der  Uni Mainz

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