Jüdi­sches Lehrhaus

Vor 80 Jahren: Rosch ha-Schana in Wiesbaden

Vor­trag

Mon­tag, 14. Sep­tem­ber 2026, 19 Uhr
Ort: Jüdi­sche Gemein­de Wiesbaden

In Koope­ra­ti­on mit: Stadt­ar­chiv Wiesbaden

(David P. Boder mit sei­nem Ton­draht­re­kor­der im Som­mer 1946
Foto­graf: Unbe­kannt, ©: Bill Jarrico/ Levi­en Fami­ly Trust)

Vortrag

Vor 80 Jahren: Rosch ha-Schana in Wiesbaden

Eine akustische Montage von Dr. Axel Doßmann

Eine ein­zig­ar­ti­ge Über­lie­fe­rung ent­stand Ende Sep­tem­ber 1946: Auf sei­ner For­schungs­rei­se durch Mit­tel­eu­ro­pa kam der ame­ri­ka­ni­sche Psy­cho­lo­ge David P. Boder auch nach Wies­ba­den, um Inter­views mit Dis­pla­ced Per­sons zu füh­ren, genau zu Rosch ha-Sch­a­­na, zum jüdi­schen Jahr 5707.

Trotz der Fei­er­ta­ge spra­chen Mit­glie­der der wie­der­ge­grün­de­ten Jüdi­schen Gemein­de mit Boder, unter ihnen der Wies­ba­de­ner David Matz­ner und der Gemein­de­vor­ste­her Leon Frim. Auf elek­tro­ma­gne­ti­schem Ton­draht über­dau­er­te der Klang ihrer Stim­men Jahr­zehn­te. Mit wel­chen Wor­ten zogen die DPs Bilanz? Wie bezeug­ten die Über­le­ben­den am Tag des Gerichts die erlit­te­ne Ver­fol­gung, die Angst, die Demü­ti­gung? Was und wen hiel­ten sie in Erin­ne­rung? Wem galt ihr Dank, wie dach­ten sie über ihre Zukunft?

Aus der Viel­falt der Per­spek­ti­ven und Hal­tun­gen mon­tiert der Jena­er His­to­ri­ker Dr. Axel Doß­mann eine akus­ti­sche Erin­ne­rung an das jüdi­sche Neu­jahrs­fest in der Fried­rich­stra­ße 33 vor 80 Jah­ren. Heu­te kön­nen wir sogar den Tönen der Schof­ar von 1946 wie­der Gehör schenken.

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