
Juden unter dem Halbmond
Jerusalem des Westens – Menasseh ben Israel
und die sephardischen Juden von Amsterdam

Sonntag, 21. Juni 2026, 11 Uhr, mit Mittagsimbiss.
Ende ca. 15 Uhr
Ort: Jüdische Gemeinde Wiesbaden und online über Zoom
Schülerinnen, Schüler und Studierende: 5 €

(Foto: Die Portugiesische Synagoge in Amsterdam)
„Auch in den Niederlanden werden die Juden mit Güte und Wohlwollen empfangen, besonders in dieser berühmten Stadt Amsterdam, in der es nicht weniger als 400 jüdische Familien gibt“, schrieb Menasseh ben Israel 1641 an Oliver Cromwell, den „Lord Protector“ des Commonwealth. Amsterdam war eines der Beispiele, mit denen er Cromwell überzeugen wollte, Juden wieder die Niederlassung in Großbritannien zu erlauben.
Menasseh ben Israel wusste, wovon er sprach. Als Kind war er selbst nach Amsterdam gekommen – aus einer portugiesisch-jüdischen Familie, die nach Zwangskonversion und Verfolgung Zuflucht suchte und 1610 dort eine neue Heimat fand. In dieser offenen Gemeinschaft entwickelte er sich zu einem herausragenden Gelehrten, Schriftsteller, Drucker und Diplomaten und wurde eine der prägenden Stimmen des frühneuzeitlichen Judentums in Europa.
Zwischen Amsterdam, der Neuen Welt und London folgen wir seinen Spuren – und denen des (jüdischen) Goldenen Zeitalters der Niederlande.
Referent: Oliver Glatz, Judaist und Islamwissenschaftler, ist derzeit Mitarbeiter am Jüdischen Museum Berlin.

















