Jüdi­sches Lehrhaus

Die Wannseekonferenz“

Film

Filmgespräch mit dem Produzenten Friederich Oetker 

Mon­tag, 31. Janu­ar 2022, 19 Uhr

Online über ZOOM

Kos­ten­frei | Anmel­dung per Mail erforderlich

Der Fern­seh­film ist in der ZDF-Medi­a­­thek ver­füg­bar.

Eine Ver­an­stal­tung der Jüdi­schen Gemein­de Wies­ba­den in Koope­ra­ti­on mit dem Stadt­ar­chiv Wies­ba­den.
Dr. Peter Quad­flieg, Lei­ter des Stadt­ar­chivs Wies­ba­den, wird ein Gruß­wort sprechen.

Am Mon­tag, den 24. Janu­ar 2022, sen­det das ZDF um 20.15 Uhr den Fern­seh­film „Die Wann­see­kon­fe­renz“. Der Film ent­stand anläss­lich des 80. Jah­res­ta­ges der Wann­see­kon­fe­renz, auf der die „End­lö­sung der Juden­fra­ge“ und damit die effi­zi­en­tes­te Stra­te­gie zur Ermor­dung von 11 Mil­lio­nen Men­schen dis­ku­tiert und beschlos­sen wur­de. Der Film­pro­du­zent Frie­de­rich Oetker wird online Fra­gen zum Fern­seh­film beant­wor­ten und wei­te­re Infor­ma­tio­nen geben.

Am 20. Janu­ar 1942 tra­fen sich in einer Vil­la am Ber­li­ner Wann­see Ver­tre­ter von SS, NSDAP und Minis­te­ri­al­bü­ro­kra­tie. Der Mas­sen­mord an den euro­päi­schen Juden war bereits im Gan­ge. Ein­ge­la­den zur „Bespre­chung mit Früh­stück“ hat­te SS-Chef Rein­hard Heyd­rich. Die Kon­fe­renz lief nach gewohn­ten Mus­tern ab: Hader um Kom­pe­ten­zen und Zustän­dig­kei­ten, Pro­fi­lie­run­gen und Mode­ra­ti­on durch die Lei­tung. In den Pau­sen gab es Schnitt­chen, Kaf­fee und Cognac.

Der Film zeigt, wie in gelös­ter Atmo­sphä­re die büro­kra­ti­sche Zusam­men­kunft besprach, wel­che Maß­nah­men und insti­tu­tio­nel­len Über­ein­künf­te für die effi­zi­en­tes­te Stra­te­gie zur Ermor­dung eines gan­zen Vol­kes not­wen­dig sei­en, wie die bereits lau­fen­den Mord­ak­tio­nen das Vor­ha­ben beein­flus­sen und schließ­lich wie die „End­lö­sung der Juden­fra­ge“ prak­tisch durch­ge­führt wer­den könne.

Die Wann­see­kon­fe­renz“ fasst die­sen unge­heu­er­li­chen Vor­gang, die geplan­te Aus­lö­schung des jüdi­schen Vol­kes als Ver­wal­tungs­akt, in einen Fern­seh­film von 90 Minu­ten. Er fußt auf umfas­sen­der Recher­che und Fach­be­ra­tung. Zugrun­de liegt unter ande­rem das Pro­to­koll der Wann­see­kon­fe­renz, das Adolf Eich­mann verfasste.

Frie­de­rich Oetker stu­dier­te Pro­duk­ti­on und Medi­en­wirt­schaft an der HFF Mün­chen und Betriebs­wirt­schaft an der Cass Busi­ness School in Lon­don. Er begann sei­ne Kar­rie­re 2010 als Assis­tent des Pro­du­zen­ten Bernd Eichin­ger. Von 2011 bis 2015 arbei­te­te er als Assis­tent des Vor­stands­vor­sit­zen­den der Con­stan­tin Film, Mar­tin Moszkowicz.

Seit 2015 ist Frie­de­rich Oetker Pro­du­zent und zeich­ne­te unter ande­rem für fol­gen­de Fil­me mit­ver­ant­wort­lich: „Der Bernd“ (2012), „Bru­der vor Luder“ (2015), „Axolo­tl Over­kill“ (2017), der sei­ne Welt­pre­mie­re beim Sundance Film Fes­ti­val fei­er­te, und „Tiger Girl“ (2017), der das Pan­ora­ma Spe­cial der Ber­li­na­le eröff­ne­te. Zuletzt war der von ihm pro­du­zier­te Doku­men­tar­film „Das gehei­me Leben der Bäu­me“ in den deut­schen Kinos zu sehen. 2021 pro­du­zier­te Oetker „Die Wann­see­kon­fe­renz“ für das ZDF. Oetker ist Mit­glied der deut­schen Filmakademie.

Regie: Mat­ti Geschonneck
Dreh­buch: Magnus Vattrodt
Pro­duk­ti­on: Rein­hold Elschot, Frie­de­rich Oetker
Exe­cu­ti­ve Pro­du­cer: Oli­ver Berben
Kopro­duk­ti­on: Frank Zer­vos und Ste­fa­nie von Heyd­wolff (bei­de ZDF)

Schau­spie­ler: Phil­ipp Hoch­mair, Johan­nes All­may­er, Maxi­mi­li­an Brück­ner, Fabi­an Busch, Gode­hard Gie­se, Arnd Kla­wit­ter, Tho­mas Loibl, Jakob Diehl, Mat­thi­as Bund­schuh, Peter Jor­dan, Fre­de­ric Lin­ke­mann, Sascha Nathan, Mar­kus Schlein­zer, Rafa­el Sta­chowi­ak und Lil­li Fichtner

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