Jüdi­sches Lehrhaus

Jüdische Medizinethik


Mitt­woch, 26. August, 19 Uhr

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Die wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis­se der letz­ten Jahr­hun­der­te ermög­li­chen uns, den mensch­li­chen Kör­per auf eine bis­lang unge­ahn­te Art und Wei­se zu behan­deln. Wäh­rend aber einer­seits die Mög­lich­kei­ten, Krank­hei­ten zu hei­len, enorm ange­stie­gen sind, gera­ten wir ande­rer­seits in Grenz­be­rei­che ethi­scher Grund­fra­gen: Ist alles, was mög­lich ist, auch gewollt, sinn­voll und zulässig?

Wie geht die ältes­te der mono­the­is­ti­schen Reli­gio­nen mit die­sen Her­aus­for­de­run­gen um?

In sei­nem Vor­trag behan­delt Rab­bi­ner Sous­san zum einen spe­zi­fisch jüdi­sche Fra­ge­stel­lun­gen wie: Muss Medi­zin „koscher“ sein? Zum ande­ren wer­den aber auch all­ge­mei­ne bio­ethi­sche Über­le­gun­gen und die jüdi­sche Posi­ti­on dazu dis­ku­tiert: Wann beginnt das Leben? Wann und unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen sind Abtrei­bun­gen zuläs­sig? Was sagt das Juden­tum zu Organ­spen­de, Prä­im­plan­ta­ti­ons­dia­gnos­tik, Leih­mut­ter­schaft, Stamm­zel­len­for­schung und Klo­nen? Wie ver­hält man sich im medi­zi­ni­schen Umgang mit Demen­z­er­krank­ten? Wann endet das Leben? Ist Ster­be­hil­fe zulässig?

Immer wie­der erlebt Rab­bi­ner Sous­san, wie über­rascht Lai­en, aber gera­de auch Medi­zi­ner sind, wie modern das Juden­tum die­se Fra­gen basie­rend auf jahr­tau­sen­de­al­ten Quel­len beantwortet.

Juli­an-Chaim Sous­san ist Rab­bi­ner der Jüdi­schen Gemein­de Frank­furt a. M. und Vor­stands­bei­rat der ortho­do­xen Rabbinerkonferenz.

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