Jüdi­sches Lehrhaus

Die Jeckes – Eine deutsch-jüdische Geschichte

Vor­trag

Vortrag von Igal Avidan, israelischer Politikwissenschaftler und Autor

Mitt­woch, 23. März 2022, 19.00 Uhr

Ort: Jüdi­sche Gemein­de Wies­ba­den und online über Zoom

Kos­ten­frei | Anmel­dung per E‑Mail erforderlich

Sie gal­ten als pedan­tisch, über­kor­rekt und wur­den belä­chelt: die soge­nann­ten „Jeckes“ – rund 60.000 deutsch­spra­chi­ge Juden in Isra­el, Deut­sche, die vor allem aus Nazi-Deut­sch­­land in das dama­li­ge Paläs­ti­na auswanderten.

Jah­re­lang waren die­se Zuge­wan­der­ten im heu­ti­gen Isra­el Spott und Häme aus­ge­setzt, wovon zahl­rei­che Wit­ze über sie zeu­gen. Inzwi­schen sind vie­le Israe­lis, allen vor­an die Kin­der und Enkel­kin­der die­ser „Jeckes“, stolz auf deren Leis­tung. Trotz ihres schwie­ri­gen Star­tes konn­ten vie­le von ihnen wich­ti­ge Posi­tio­nen in der Gesell­schaft ein­neh­men und beein­fluss­ten zum Bei­spiel die Jus­tiz, Wirt­schaft, Archi­tek­tur, Kul­tur und die Poli­tik Isra­els. „Jecke“ zu sein, ist inzwi­schen in Isra­el zu einer Art geschätz­ter Tugend geworden.

Der Jour­na­list und Buch­au­tor Igal Avi­dan wird über die Geschich­te der „Jeckes“ berich­ten. Er rich­tet sein Augen­merk auch auf Isra­el Shi­lo­ni, den Grün­der des „Muse­ums des deut­schen Juden­tums“, der als Hans-Her­­bert Ham­mer­stein gebo­ren wur­de, sowie auf Stef Wert­hei­mer, der als Kind aus einem badi­schen Dorf stamm­te, ein erfolg­rei­cher Unter­neh­mer und Mäzen wur­de und die­ses Muse­um 30 Jah­re lang för­der­te. Es soll­te ein Modell für ein bes­se­res Isra­el werden.

(Bild: “Deut­sche Pünktlichkeit …”)

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